Urlaubsgeld sichern!

7 Millionen Euro. So viel Geld hat die österreichische Verwertungsgesellschaft Literar mechana im Schnitt pro Jahr zu verteilen. Für JournalistInnen (Print, Radio, TV, bald auch Online) und AutorInnen von Fachbüchern und Fachzeitschriften gibt es da also einiges Geld extra zu holen – sofern man Mitglied ist.

Sandra Csillag, die Geschäftsführerin der Literar mechana, hat heute beim Freischreiber Stammtisch erzählt, wie, warum und von wem die Gelder stammen, die als Kopier- und Reprographieabgabe eingehoben und dann an UrherberInnen im Bereich von Fernsehen, Hörfunk, Journalismus und Wissenschaft verteilt werden. Je nachdem, wieviel man pro Jahr produziert und für welche Art von Medien, können pro Mitglied ein paar hundert bis über tausend Euro im Jahr zusammen kommen, die man gut für einen Urlaub brauchen kann, den man sich als Freie und Freier ohnehin zu selten gönnt. Denn die Hauptabrechnung eines Jahres wird im Juli des Folgejahres überwiesen, in einer Zeit, in der ohnehin oft Auftragsflaute herrscht oder die Hitze einem die Sinne raubt.

Sandra Csillag hat bei ihrem heutigen Besuch auch Details zum Beitritt per Wahrnehmungsvertrag, über die Meldung von Büchern, Zeitschriften- und Zeitungsartikeln sowie zu den Verteilungsschlüsseln, nach denen z.b. Fachbücher, Belletristik oder die Arbeit für Tageszeitungen vergütet werden, erklärt und Fragen beantwortet. Sie kommt gerne wieder, wenn Interesse besteht, Fragen können aber selbstverständlich auch jederzeit an die MitarbeiterInnen der Literar mechana gestellt werden. Wer Mitglied werden möchte, sollte sich bald dort melden, denn die Abrechnungsfrist für Fachbücher und Fachartikel wurde heuer wegen einer Neuprogrammierung verlängert. Es gibt übrigens auch einen Sozialfonds und Stipendien.

Wer auch fotografiert bzw. Artikel oder Bücher mit eigenen Fotos und Bildern publiziert, sollte übrigens auch an eine Mitgliedschaft bei der Bildrecht denken. Dann geht sich vielleicht auch ein zweiter Urlaub aus…